Wir sind Teil der Tierversuchskommission und beraten das Landesuntersuchungsamt.

In Rheinland-Pfalz werden Tierversuche beim Landesuntersuchungsamt angezeigt und genehmigt. Unser Verein arbeitet in der sogenannten Tierversuchskommission mit. Diese Kommission ist nach § 15 Tierschutzgesetz vorgeschrieben und berät das Landesuntersuchungsamt (LUA) bei der Prüfung von Tierversuchsprojekten. Wir haben uns zu dieser Mitarbeit entschlossen, um fachliche Einwendungen und Anregungen zu Gunsten der Tiere frühzeitig einbringen zu können. Wir sind uns bewusst, dass allein mit dieser Arbeit das Ende der Tierversuche nicht erreicht wird.

Die Mitarbeit in dieser Kommission ermöglicht immer wieder, die Frage nach der Unerlässlichkeit und ethischen Vertretbarkeit eines Tierversuchs neu zustellen. Fakt ist, Grundvoraussetzung für die Durchführung eines Tierversuchs sind seine Unerlässlichkeit und seine ethische Vertretbarkeit, das fordert der Gesetzgeber. Aber der Gesetzgeber lässt völlig offen, welche Daten und Fakten vorliegen müssen, damit ein Tierversuch als unerlässlich und ethisch vertretbar im Sinne des Gesetzes ist. Genau da gilt es nachzuhaken und harte Daten und Fakten einzufordern.
Tierversuchskommission - Menschen für Tierrechte RLP e.V.
In eigener Sache:
Unser Verein verfolgt den kompletten Ausstieg aus dem Tierversuch. Dieses Ziel muss so schnell wie möglich erreicht werden. Die wirkungsvollste Strategie sehen wir ganz klar in der konsequenten Förderung der tierversuchsfreien Forschung. Um die Tierversuche schon bereits heute in der gängigen Genehmigungspraxis zu reduzieren, fordern wir außerdem harte Daten und Fakten zur Feststellung der gesetzlich vorgeschriebenen Unerlässlichkeit und ethischen Vertretbarkeit eines Tierversuchs beim Gesetzgeber ein. Das Tierschutzgesetz erlaubt Tierversuche nur dann, wenn sie unerlässlich und ethisch vertretbar sind. Erst diese Daten und Fakten ermöglichen eine wirkliche Prüfung der Tierversuchsanträge nach einheitlichen und gerichtsfesten Kriterien. Wir sind sicher, dass die konsequente Anwendung solcher  Prüfkriterien bei einer Vielzahl von Tierversuchen zum Ergebnis führt: Der Tierversuchsantrag erfüllt die tierschutzrechtlichen Voraussetzungen nicht und darf nicht durchgeführt werden.